Welche Fehler passieren bei Kategorien am häufigsten?
1. Zu breite Primärkategorie
„Dienstleistungsunternehmen“ oder „Gesundheitsdienstleister“ sagt Google wenig. Je generischer die Kategorie, desto weniger klar ist die Relevanz für eine konkrete Suchanfrage.
Beispiel: Ein Sanitärinstallateur, der „Handwerker“ einträgt, konkurriert mit Elektrikern, Malern und Schlossern, statt direkt als „Sanitätsinstallateur“ oder „Klempner“ sichtbar zu sein.
2. Keyword‑Stapeln in Sekundärkategorien
Sekundärkategorien, die nur Varianten der Primärkategorie sind (z. B. „Physiotherapeut“ + „Physiotherapie“ + „Therapeut“), erzeugen redundante Signale. Google erkennt das und wertet es nicht als Reichweitenerweiterung.
3. Kategorien, die nicht zur Website passen
Eine Praxis, die auf der Website hauptsächlich Sportrehabilitation beschreibt, aber als Kategorie nur „Physiotherapeut“ eingetragen hat, erzeugt einen Relevanzkonflikt. Das beste Ergebnis entsteht, wenn Kategorie, Website‑Inhalt und Leistungsfelder dieselbe Geschichte erzählen.
4. Zu viele Sekundärkategorien
Mehr ist nicht besser. Fünf oder mehr Sekundärkategorien verwässern das Signal. Zwei bis drei echte Ergänzungen sind fast immer stärker als sieben halbe Ergänzungen.
Wie hängen Kategorien mit Website‑Text und Leistungsfeldern zusammen?
Google vergleicht Ihre Kategorienauswahl mit dem, was auf Ihrer Website steht, besonders mit den Leistungsseiten und dem Impressum. Wenn die Hauptkategorie und der Website‑Inhalt nicht übereinstimmen, entsteht ein Widerspruch im Datensatz.
Praktische Prüffrage: Würde ein Kunde, der Ihre Website liest, die eingetragene Primärkategorie sofort bestätigen?
Wenn ja, ist Konsistenz gegeben.
Wenn nein: Entweder die Kategorie oder die Website‑Beschreibung ist unscharf.
Beispiel: Ein Steuerberater trägt „Steuerberater“ als Primärkategorie ein. Seine Website beschreibt Steuerberatung klar und durchgängig. Soweit konsistent. Zusätzlich trägt er „Unternehmensberater“ als Sekundärkategorie ein, weil er gelegentlich bei Betriebsgründungen hilft.
Auf seiner Website gibt es dazu keine einzige Seite, keinen Hinweis, kein Leistungsfeld. Google sieht das Kategorie-Signal, findet aber keinen bestätigenden Inhalt. Das Signal bleibt ungedeckt und schwächt die Glaubwürdigkeit des gesamten Profils.
Was ist eine gute Entscheidungsregel für die Kategorienauswahl?
Zwei Fragen als Orientierung:
- „Was ist mein Betrieb in einem Begriff?“ → Das ist die Primärkategorie.
- „Gibt es echte, separate Leistungsbereiche, die Google helfen würden, andere passende Suchanfragen zuzuordnen?“ → Das sind Sekundärkategorien, maximal zwei bis drei.
Alles, was nicht auf eine dieser beiden Fragen antwortet, gehört nicht in die Kategorien.
Regel: Präzision schlägt Reichweite. Eine gut gewählte Primärkategorie erzeugt mehr qualifizierte Klicks als fünf breite Kategorien zusammen.