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Leistungen, Produkte, Attribute: was Google wofür nutzt

Im Google-Unternehmensprofil gibt es drei getrennte Felder für das, was Sie anbieten: Leistungen, Produkte und Attribute. Google nutzt sie unterschiedlich für Suchrelevanz, Profildarstellung und lokale Filterung.

Werden alle drei vermischt, entstehen redundante, unklare Profile, die Google wie auch potenzielle Kunden schwerer einordnen können.

Diese Seite erklärt, was in welches Feld für lokale Dienstleister im deutschsprachigen Raum gehört.

Kurzfassung

  • Google unterscheidet drei Felder: Leistungen (was Sie tun), Produkte (was Sie konkret zeigen oder verkaufen), Attribute (wie oder womit Sie arbeiten).
  • Jedes Feld hat eine eigene Funktion, Vermischung führt zu Redundanz und unklaren Profilen.
  • Leistungen sind das wichtigste Feld für lokale Dienstleister: Sie beeinflussen direkt die Suchrelevanz.
  • Attribute sind von Google vorgegeben, kein Freitext, kein Angebotsfeld.
  • Die Sprache in den Leistungen sollte mit der Sprache auf Ihrer Website übereinstimmen.

Eine Physiotherapiepraxis in Frankfurt trägt „Manuelle Therapie“ gleichzeitig als Leistung, als Produkt und als Attribut ein, weil das Feld verfügbar war und es sich richtig anfühlte.

Google sieht dreifache Redundanz statt eines klaren Profils.

Die Folge: widersprüchliche Darstellung in Suchergebnissen und weniger Relevanz für spezifische Suchanfragen.

Was sind Leistungen, Produkte und Attribute – und warum ist der Unterschied wichtig?

Google verarbeitet die drei Felder auf unterschiedliche Weise:

  • Leistungen fließen direkt in die Suchrelevanz ein. Wenn jemand „Physiotherapie Frankfurt“ sucht, prüft Google u. a. die eingetragenen Leistungen.
  • Produkte sind für Betriebe gedacht, die konkrete Dinge zeigen oder verkaufen, mit Foto, Preis und Beschreibung. Bei reinen Dienstleistern ist das Feld oft irrelevant.
  • Attribute sind von Google vorgegebene Merkmale: Barrierefreiheit, Parkplatz, Zahlungsmethoden, Termine erforderlich etc. Sie sind kein Freitext-Feld für Ihr Angebot.
Die Google Produkte, Leistungen und Attributen zusammenhängen.

Was gehört in welches Feld? (Beispiele je Branche)

Leistungen

Leistungen beschreiben, was Sie für Kunden tun. Sie sind das zentrale Angebotsfeld für lokale Dienstleister.

Beispiele:

  • Physiotherapie: Manuelle Therapie, Krankengymnastik, Sportphysiotherapie
  • Malerbetrieb: Innenraumgestaltung, Fassadenarbeiten, Schimmelbeseitigung
  • Steuerberater: Jahresabschluss, Lohnbuchhaltung, Gründungsberatung

Regel: Nur Tätigkeiten, die Sie aktiv anbieten, keine Beschreibungen, keine Standortinfos, keine Rahmenbedingungen.

Produkte

Produkte sind sinnvoll für Betriebe, die konkrete Dinge zeigen oder verkaufen und diese mit Foto, Preis oder Beschreibung darstellen wollen.

Beispiele:

  • Optiker: Brillengestelle nach Marke und Stil
  • Café: Kuchen, saisonale Spezialitäten mit Foto
  • Kosmetikstudio: Behandlungspakete mit Preisangabe

Für viele reine Dienstleister (Rechtsanwalt, Steuerberater, Handwerk) macht dieses Feld wenig Sinn. Es leer zu lassen ist besser als es mit Leistungen zu befüllen.

Attribute

Attribute sind von Google vorgegeben also kein Freitext. Sie beschreiben Rahmenbedingungen und Merkmale des Betriebs, nicht das Angebot.

Typische Attribute:

  • Barrierefreier Eingang
  • Parkplatz vorhanden
  • Kreditkarte wird akzeptiert
  • Termine erforderlich

Attribute beeinflussen lokale Filter (z. B. „rollstuhlgerecht“ in Google Maps) und helfen bei spezifischen Suchanfragen, aber sie ersetzen keine Leistungsfelder.

Welche Dopplungen entstehen typischerweise und wie vermeiden Sie sie?

Die häufigsten Fehler:

  • Leistungen in Produkte kopiert: „Reinigungsservice“ steht sowohl als Leistung als auch als Produkt, ohne Foto oder Preis. Google wertet das als Redundanz.
  • Attribute als Leistungen eingetragen: „Hausbesuche möglich“ ist ein Attribut (sofern Google es anbietet), kein Leistungsfeld.
  • Alle Felder überladen: Je mehr Felder mit ähnlichem Inhalt gefüllt sind, desto schwerer fällt Google die Einordnung.

Einfache Prüfregel:

  1. Ist es etwas, das ich aktiv für Kunden tue? → Leistung
  2. Ist es etwas, das ich konkret zeige oder verkaufe (mit Foto/Preis)? → Produkt
  3. Ist es ein Merkmal meines Betriebs (Zahlungsart, Barrierefreiheit, Ausstattung)? → Attribut (wenn Google es anbietet)

Warum sollte die Angebotssprache mit Ihrer Website übereinstimmen?

Google liest beide Signalquellen; Profil und Website. Wenn Sie auf der Website „Ergotherapie für Kinder“ schreiben, aber im Profil nur „Ergotherapie“ oder „Therapie allgemein“ eintragen, entstehen widersprüchliche Signale.

Konkret bedeutet das:

  • Verwenden Sie dieselben Begriffe im Profil wie auf Ihren Leistungsseiten.
  • Wenn Sie eine Leistung auf der Website prominent darstellen, sollte sie auch im Profil eingetragen sein.
  • Vermeiden Sie Synonyme, die nur für Keyword-Variation gedacht sind. Google bevorzugt konsistente Sprache.

Beispiel: Ein Malerbetrieb verwendet auf der Website „Fassadengestaltung“, im Profil aber „Außenanstrich“. Beide meinen dasselbe, aber Google behandelt sie als unterschiedliche Signale – was die Relevanz für beide Begriffe schwächt.

Diese Seite in die Praxis umsetzen

Im Next-Level-Wachstum-Toolkit gibt es zwei passende Übungen zu diesem Thema:

  • Level 1 · Google & Suche: Leistungen & Kategorien prüfen – stimmt überein, was Profil und Website zeigen?
  • Level 3 · Google & Suche: Leistungen im Profil aufräumen und auf Klartext bringen

→ Alle Übungen im Toolkit